Mission und Kontext


Download: Poster Greifswalder Studienprogramm

Fresh X am IEEG

Zum Thema Fresh X engagiert sich das Institut zur Erforschung von Evangelisation und Gemeindeentwicklung (IEEG) sowohl in Forschung und Lehre als auch in der Aus- und Fortbildung. Darüber hinaus sind Evaluation und Mitarbeit im deutschsprachigen Fresh X- Netzwerk Anliegen des IEEG. Das Greifswalder Institut fungiert hier u.a. als theologischer Berater und Begleiter. Schließlich ist ein Teil des Ertrages der Arbeit des IEEG die Veröffentlichung verschiedener Bücher und Arbeiten zum Thema.

Das Fresh X-Team des IEEG besteht aus Prof. Dr. Michael Herbst, Carla J. Witt, M.A., Pfr. Patrick Todjeras Dipl.-Theol. Felix Eiffler, Dipl.-Theol. Andreras C. Jansson und Dipl.-Theol. Andreas Scheuermann.

Was ist das Greifswalder Studienprogramm (GSP)?

Der Wandel der Gesellschaft fordert die Kirche heraus, denn er hat langfristige Folgen für die Gesellschaft sowie für das kirchliche Leben. Soll Gemeindeentwicklung nachhaltig gestaltet sein, muss sich die Kirche um zwei Größen besonders bemühen: Einerseits muss sie ihren eigenen Auftrag und ihre Sendung (missio) kennen. Andererseits muss die Kirche Ursachen, Dynamiken und Prozesse des gesellschaftlichen Wandels kennen und verstehen.

Diese beiden Aspekte von Gemeindeentwicklung sind der Fokus des Greifswalder Studienprogramms (GSP). Diese doppelte Fragerichtung gehört zum spezifischen Forschungsansatz des IEEG und wurde u. a. von den (besonders in der Anglikanischen Kirche entwickelten) ökumenischen Fresh Expressions of Church (fxC) inspiriert.

Was ist Ziel und Inhalt des GSP?

Ziel des GSP ist, Studierende mit den Grundlagen von missionarischer und kontextueller Gemeindeentwicklung vertraut zu machen und sie für die Aufgaben einer missionarischen Kirchen- und Gemeindeentwicklung zu befähigen. Dieses Ziel wird durch die Beschäftigung mit zentralen theologischen Themen erreicht. Diese sind u. a.:

  • Missio Dei
  • Kirchentheorie
  • Regiolokale Kirchen- und Gemeindeentwicklung
  • Das Verhältnis von Gemeinde und Gemeinwesen
  • Kontextualisierung
  • Förderung von lebendigem und mündigem Christsein (discipleship, Nachfolge)
  • Leitungshandeln in Teams

Zudem wird der sozio-demographische Wandel der Gesellschaft reflektiert und es werden grundlegende Fähigkeiten sozialwissenschaftlichen Arbeitens vermittelt. Schließlich werden zahlreiche Modelle neuer Gemeindeformen aus Deutschland, Großbritannien und den Niederlanden vorgestellt und untersucht. Darunter befinden sich Gemeindepflanzungen, fxC, Pioniersplekken etc. Ziel ist es, die Expertise aus anderen Ländern und Kontexten in den deutschen Kontext zu integrieren und für diesen fruchtbar zu machen. Dies bedeutet, dass die Studierenden befähigt werden, praktisch-theologische Ansätze aus anderen Kontexten auf die je vorfindliche Situation anzuwenden und anzupassen. Das IEEG erforscht selbst seit Jahren den deutschen Kontext und dank dieser Forschungsarbeit, und deren Ergebnissen und Erfahrungswerten, ist das IEEG ein kompetenter Partner, um am kirchentheoretischen Diskurs über die Gestaltung der kirchlichen Zukunft teilzunehmen.